Der Orgelbauverein Pfalzel

Seit 1988 im Einsatz für die neue Pfeifen­orgel

Am 8.11.1988 fanden sich 33 Pfalzeler Bürger im Pfarr­heim ein, um einen Orgelbau­verein unter der Träger­schaft der Kath. Kirchen­gemeinde St. Marien - St. Martin zu grün­den. Sie wollten sich nicht länger damit ab­finden, dass in der alt­ehr­würdigen Marien­stifts­kirche statt einer Pfeifen­orgel ein Elek­tro­ni­um erklingt, das sich oben­drein in einem de­so­laten Zu­stand be­fand.

Mit viel Elan wurde die Auf­gabe an­ge­gangen, die not­wendigen Mittel auf­zu­bringen. Es wur­den Mit­glieder ge­wor­ben und Spen­den ge­sammelt. Der höchste Mit­glie­der­stand be­trug über 300. Dazu kamen rund 50 regel­mäßige Spen­der. Eine wich­tige Einnahme­quelle war das jähr­lich statt­fin­den­de Sommer­fest auf dem Kirch­platz. Nach 14 Jahren musste diese Ver­an­stal­tung leider auf­ge­geben wer­den, weil die agieren­den Per­sonen äl­ter ge­wor­den oder nicht mehr ver­füg­bar wa­ren. Ba­sare, Kon­zerte und Aus­stellungen wur­den ver­anstal­tet. Zu einer tra­gen­den Säule der Orgel­finan­zierung wurde der Ver­kauf von Orgel­wein, Orgel­viez und Orgel­mar­me­la­de.

So ka­men in 11 ½ Jah­ren über 670.000 DM zu­sammen, ei­nen Zu­schuss des Bis­tums i. H. von 60.000 DM ein­ge­rech­net. Mit die­sem gu­ten Er­geb­nis im Rücken ent­schloss sich der Ver­wal­tungs­rat mit Zu­stimmung des Bis­tums, die Orgel zu be­stellen.

Es musste aber erst noch eine Em­pore ge­plant und ge­baut wer­den, auf der die Orgel ihren Platz fin­den sollte. Nach langem Ringen konnte der Bau­ab­tei­lung des Bis­tums Trier die Ge­nehmi­gung hierfür ab­ge­rungen wer­den. Da ein Zu­schuss zu der Bau­maß­nahme nicht ge­währt wurde, musste der Orgel­bau­ver­ein die Kos­ten von 150.000 DM zu­sätzlich schultern.

Im April 2000 wur­de un­ter der Lei­tung des Archi­tekten und Dom­bau­meisters Karl Peter Böhr mit dem Bau der Em­pore be­gonnen. Der Auf­bau und die In­to­nation der Metzler-Orgel dauerten vom 13. Juni bis zum 19. Juli 2000.

Die Dar­lehen, die zur Rest­fi­nan­zie­rung der Orgel auf­ge­nommen wer­den mussten, wa­ren am 30. Juni 2019 zurück­gezahlt.

Orgel und Empore kos­te­ten ein­schl. aller hand­werk­li­chen Ar­bei­ten 1.150.000 DM. Der Orgel­bau­verein sorg­te von No­vem­ber 1988 bis Juni 2019 für die kom­plette Fi­nan­zie­rung der Orgel.